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Fachartikel Smart Renovation

Smart Renovation: der Schlüssel zur Wärmewende?!

Der Artikel untersucht das Konzept der Smart Renovation als effiziente und wirtschaftlich attraktive Alternative zur klassischen energetischen Sanierung. Anhand von Simulationsdaten aus der ITG-Studie „Potentiale von Flächenheizungen“ werden verschiedene Sanierungsszenarien für ein Einfamilienhaus mit dem Dämmstandard der Wärmeschutzverordnung 1995 analysiert.

Das Ergebnis: Die Nachrüstung einer Flächenheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe führt zu einer Reduktion des Heizenergiebedarfs um 25 % – und erreicht damit nahezu die gleiche Einsparung wie eine vollständige Fassadendämmung, jedoch bei rund 30.000 € geringeren Investitionskosten. Die Smart Renovation fokussiert auf gezielte Maßnahmen wie die Dämmung von Keller- und Geschossdecken, die Optimierung der Anlagentechnik und den Einsatz effizienter Wärmeverteilsysteme.

Der Ansatz zeigt, dass durch niedrige Systemtemperaturen und optimierte Heizkonzepte sowohl die Energieeffizienz als auch die thermische Behaglichkeit signifikant gesteigert werden können. Damit bietet die Smart Renovation ein praxisnahes Modell zur beschleunigten Umsetzung der Wärmewende im Gebäudebestand, unterstützt durch Förderprogramme und moderne Flächenheiztechnologien.

Wie nachhaltig sind Flächenheizung und Flächenkühlung?

Wie nachhaltig sind Flächenheizung und Flächenkühlung?

Für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045 ist eine grundlegende Transformation der Wärmeversorgung in Deutschland erforderlich. Da mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf die Bereitstellung von Wärme entfällt, kann die Wärmewende nur gelingen, wenn Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmespeicherung ganzheitlich betrachtet und konsequent auf niedrige Temperaturniveaus ausgerichtet werden. Der Beitrag des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. analysiert die Wärmeprozesskette als zentrales System aus Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Rückgewinnung von Wärme und zeigt auf, warum insbesondere Niedertemperatursysteme entscheidend für Effizienz, Klimaschutz und Zukunftssicherheit sind.

Anhand aktueller Anlagenkonzepte wie Wärmepumpen, kalten Nahwärmenetzen, industrieller Abwärmenutzung sowie Wasserstoff für Hochtemperaturprozesse wird deutlich, dass die Wahl des Wärmeübergabesystems maßgeblich über die energetische Gesamtperformance entscheidet. Flächenheiz- und -kühlsysteme ermöglichen aufgrund niedriger Vorlauftemperaturen hohe Effizienzgrade, optimale Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen sowie eine breite Kompatibilität mit erneuerbaren Energiequellen. Darüber hinaus eröffnen sie durch ihre Speicherfähigkeit – insbesondere in Form der Betonkernaktivierung – neue Möglichkeiten zur Lastverschiebung, Netzentlastung und Integration erneuerbarer Energien.

Der Artikel zeigt, dass nur eine durchgängig auf Niedertemperatur ausgelegte Wärmeprozesskette eine energieeffiziente, CO₂-arme und wirtschaftlich nachhaltige Wärmeversorgung im Gebäudebestand und Neubau ermöglicht. Flächenheizung und -kühlung erweisen sich dabei als zentrales Bindeglied zwischen Wärmeerzeugung, Verteilung und Speicherung und damit als Schlüsseltechnologie der Wärmewende.

SpaceOffice_Lindner AG

Stille Kühlung: leistungsfähig, hygienisch und kostensparend!

Vor dem Hintergrund steigender sommerlicher Wärmelasten und wachsender Anforderungen an Energieeffizienz, Hygiene und Behaglichkeit gewinnen Flächenheiz- und -kühlsysteme zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Aktivierung der Decke als Heiz- und Kühlfläche etabliert sich als leistungsfähige und wirtschaftliche Lösung für Wohn-, Büro- sowie Industrie- und Gewerbebauten. Die sogenannte „Stille Kühlung“ basiert auf dem Prinzip des überwiegend strahlungsbasierten Wärme- und Kälteübergangs und unterscheidet sich grundlegend von konventionellen, luftbasierten Klimasystemen. Sie ermöglicht eine zugfreie, geräuschlose Raumtemperierung bei gleichzeitig hoher thermischer Behaglichkeit und verbessertem Raumklima.

Der BVF-Beitrag aus 2020 erläutert die bauphysikalischen und regelungstechnischen Grundlagen von Deckenheiz- und -kühlsystemen, ihre energetischen Vorteile durch niedrige Systemtemperaturen sowie die besonderen Potenziale hinsichtlich Wartungsfreiheit, Hygiene und architektonischer Gestaltungsfreiheit. Anhand realisierter Praxisbeispiele aus Neubau und Bestand – darunter moderne Bürogebäude und denkmalgeschützte Bestandsbauten – werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und konstruktiven Lösungen aufgezeigt. Darüber hinaus wird die besondere Eignung der Systemtechnik für die Kombination mit regenerativen Energiequellen, insbesondere Wärmepumpen und Geothermie, dargestellt.

Insgesamt zeigt der Fachartikel, dass Deckenheiz- und -kühlsysteme einen wesentlichen Beitrag zu energieeffizienten, komfortablen und zukunftsfähigen Gebäudekonzepten leisten und damit eine tragende Rolle im Kontext nachhaltigen Bauens und der Wärmewende einnehmen.

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