Optimierung von Fußbodenheizungen im Bestand – unkompliziert und effizient
Angesichts steigender Energiepreise, verschärfter gesetzlicher Anforderungen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und eines hohen Anteils sanierungsbedürftiger Bestandsgebäude rückt die Optimierung bestehender Heizsysteme zunehmend in den Fokus. Fußbodenheizungen bieten dabei erhebliche Effizienzpotenziale, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, die Raumlufttemperatur gegenüber konventionellen Heizkörpern absenken und zugleich ein hohes Maß an thermischer Behaglichkeit gewährleisten. Der Fachartikel des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) aus dem Jahr 2023 zeigt praxisnah auf, wie vorhandene Fußbodenheizungen im Bestand unkompliziert überprüft, modernisiert und energetisch optimiert werden können.
Im Mittelpunkt stehen eine strukturierte Bestandsaufnahme, die Bewertung der eingesetzten Rohrsysteme sowie die Sicherstellung der Systemfunktion durch Spülung, fachgerechte Befüllung nach VDI 2035 und hydraulischen Abgleich. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Bedeutung einer abgestimmten Hydraulik und moderner Regelungstechnik für einen energieeffizienten, komfortablen und langfristig störungsfreien Betrieb. Ergänzend werden Potenziale zur weiteren Effizienzsteigerung durch optimierte Heizkurven, abgesenkte Vorlauftemperaturen, Nachtabsenkung und intelligente Einzelraumregelungen aufgezeigt.
Darüber hinaus beleuchtet der Beitrag die Möglichkeit der „Stillen Kühlung“ in Verbindung mit reversiblen Wärmepumpen sowie die Eignung bestehender Fußbodenheizungen als thermischer Energiespeicher. Insgesamt verdeutlicht der Artikel, dass die Modernisierung von Fußbodenheizungen im Bestand eine wirtschaftliche, klimafreundliche und förderfähige Maßnahme darstellt, die einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zum Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor leisten kann.
