Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft setzt auf Wärmepumpe mit Deckenheizung und Deckenkühlung von GeoClimaDesign

Das Wohngebäude in Eisenhüttenstadt zählt 46 Wohnungen, davon sieben neu Ausgebaute Dachgeschosswohnungen, auf insgesamt 3300 m2.
Das Wohngebäude in Eisenhüttenstadt zählt 46 Wohnungen, davon sieben neu Ausgebaute Dachgeschosswohnungen, auf insgesamt 3300 m2.

Die Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH (GeWi) hat sich im Rahmen der energetischen Sanierung eines ihrer Objekte nach sorgsamer Analyse der vorhandenen Lösungsansätze für mehr Autarkie bei der Energieversorgung entschieden. Damit setzt die GeWi zukünftig auf ein kluges Wärmepumpenkonzept in Zusammenspiel mit Klimadecke sowie Photovoltaik.

Das Mehrfamilienhaus von 1930 im Osten der Stadt wird derzeit noch kernsaniert und steht kurz vor der Fertigstellung (Stand November 2025). Statt einer Fußbodenheizung wurden die 46 Wohnungen mit ca. 3.300 m2 Wohnfläche mit einem Deckensystem von GeoClimaDesign mit Doppelfunktion zum Heizen und Kühlen ausgestattet.

Heizen mit niedrigsten Vorlauftemperaturen

Die besonders flachen, flexiblen und leichten Kapillarrohrmatten wurden in den Deckenflächen sowie in den sieben neu ausgebauten Dachgeschosswohnungen auch in den Dachschrägen installiert und verschwinden unsichtbar hinter Trockenbaudecken. Als wasserführendes Niedertemperatursystem benötigt die Klimadecke aus Kapillarrohrmatten nur sehr geringe Vorlauftemperaturen von ca. 30 °C, um die Räume angenehm zu heizen – noch weniger als eine Einrohr-Fußbodenheizung. Das trägt zu einer exzellenten Anlageneffizienz im Zusammenspiel mit Wärmepumpen bei. Und noch dazu sorgt die Klimadecke nicht nur für behagliche Wärme sondern kühlt im Sommer auch still, gesund und äußerst effizient.

Grüne Wärme dank Wärmepumpenkaskade

Das Anlagenschema in Eisenhüttenstadt sieht eine Kaskade von sechs 16 kW Luft-Wasser-Wärmepumpen vor und eine Kaskade von vier 16 kW-Maschinen, die jeweils sowohl einen Kältespeicher (14 °C) sowie einen Wärmespeicher (35 °C) versorgen. Zudem wurden zwei 150 kW Luft-Wasser-Wärmepumpen aufgestellt, die Temperaturen von 60-65 °C für die Warmwasserspeicher bereitstellen. Zusätzlich sind insgesamt auch noch vier 22 kW Sole-Wasser-Wärmepumpen mit eingebunden, die für die Temperatursprünge zwischen dem Kälte- und dem Wärmespeicher bzw. im Hochtemperaturbereich zwischen dem Wärme- und dem Warmwasserspeicher verantwortlich sind. Für die Stromversorgung steht ein 60 kW Photovoltaikanlagen zur Verfügung, die auf den Nebengelassen verbaut wurde, die als Schuppen genutzt werden können.

Durch die Kaskadierung und das Zusammenspiel aus Luft- und Sole-Anlagen, kann selbst beim Ausfall einer Wärmepumpe die Anlage problemlos weiterbetrieben werden. Dadurch ist die Wärmeversorgung des Wohnhauses jederzeit gesichert und durch die Kühlfunktion im Sommer erzielt die Wohnungsbaugesellschaft eine Wertsteigerung ihrer Immobilie, die sie in die Preisgestaltung miteinbeziehen kann. Die zukünftigen Mieterinnen und Mieter haben in ihren Wohnungen in jedem Raum einen separaten Raumregler, mit dem sie die Temperatur individuell steuern können.

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