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Fußbodentemperierung für Reederei-Verwaltungsgebäude in der Oberpfalz mit dem PYD Thermosystem

Firmensitz der Reederei MST im oberpfälzischen Schnaittenbach

Wie die zwei Rümpfe eines Katamaran wirkt das Gebäude am Firmensitz der Reederei MST im oberpfälzischen Schnaittenbach. Erschlossen wird es zentral über den zurückgesetzen Verbindungsriegel.
Copyright: MST Mineralien Schiffahrt Spedition und Transport GmbH, Schnaittenbach

Eine Reederei ist im seenreichen aber meerwasserarmen Süddeutschland nicht alltäglich. Die MST aus Schnaittenbach in der Oberpfalz ist schon allein deshalb eine besondere Reederei, weil das nächste Meer über 450 km Luftlinie entfernt ist. So verwundert es nicht, dass sie sich als Bauherr einen Entwurf wünschte, der den Bezug zum Wasser sucht und einem Katamaran ähnelnd aus zwei zentral erschlossenen Gebäudeflügeln besteht. PYD Thermosysteme aus dem oberbayerischen Bischofswiesen lieferte und plante die Systeme zur Fußbodentemperierung. Durch eine optimale Bemessung und das patentierte Pyramiden-Wärmeleitblech werden gute Heiz- und vor allem Kühlleistungen möglich.

Dem Standort Oberpfalz verpflichtet
Bereits 1985 wurde die MST gegründet. Dabei sind Eigentümer und Angestellte ihrem Standort in der Oberpfalz immer treu geblieben. Dass die Reederei hier ihren Ursprung hat, ist der damaligen engen Zusammenarbeit mit den Amberger Kaolinwerken in Hirschau zu verdanken. Kaolin wird unter anderem zur Herstellung von Papier und Porzellan benötigt. Der Werkstoff, auch Porzellanerde oder Porzellanton genannt, ist extrem rar: die weltweite Jahresförderung deckt den Verbrauch knapp ab; Vorkommen gibt es nur vereinzelt und auf der ganzen Welt verstreut.
Heute ist die MST aus Schnaittenbach bei Amberg als Hochseereederei auf allen Weltmeeren mit einer Flotte von mehreren Massengutfrachtern sowie jährlich bis zu 60 gecharterten Frachtschiffen vertreten.

Planung und Bau in Rekordzeit und im Budget
Das Grundstück liegt auf ehemaligem Bahngrund. Nach langen Verhandlungen doch einem dann zügigen Genehmigungsverfahren, konnte das Gebäude in nur 13 Monaten fertiggestellt werden. Geplant hat den Katamaran auf dem ehemaligen Gleisbett der Amberger Architekt Heinrich Benker. Bauherr und Architekt arbeiteten dafür gemeinsam und erfolgreich an der Umsetzung: Sowohl die konsequente Entwurfsidee als auch der fixe Budgetrahmen von 5,0 Mio. Euro konnten realisiert und eingehalten werden.
Haustechnik und Entwurfsgedanke in Einklang gebracht
Das Planungsbüro Stief aus Amberg plante die komplette Haustechnik. Rudi Stief, Gründer, Seniorchef und Inhaber, sieht in der guten Zusammenarbeit mit dem Architekten einen wichtigen Mehrwert für das erfolgreiche Projekt: „Wir haben gemeinsam über den Plänen gebrütet. Heinrich Benker ist ein extrem anspruchsvoller Partner, der nichts dem Zufall überlässt. Die Gestaltungsidee des Katamarans setzte sich bis in die Haustechnik fort. So sitzt die Technikzentrale mit der Wärmepumpe im hinteren Bereich des Gebäudes – wie die Maschine auf einem Schiff.“ Die Lage der Technikzentrale im rückwertigen Gebäudeteil erforderte teils Leitungswege bis 35 m zwischen den Verteilern und den Heiz-/Kühlkreisen. Das war jedoch kein Problem: „Wir haben mit dem PYD-Alu Floor Nass System gearbeitet. Es ermöglicht uns niedrige Vor- und Rücklauftemperaturen und trotzdem eine hohe Effizienz. Vor allem der Kühleffekt in den Sommermonaten ist nicht von der Hand zu weisen“, ergänzt Juniorchef und Geschäftsführer Alexander Stief.

Verlegung der PYD-Systeme in den Geschossen erfolgte auf der Rohdecke, oberhalb der Trittschalldämmung

Die Verlegung der PYD-Systeme in den Geschossen erfolgte auf der Rohdecke, oberhalb der Trittschalldämmung. Die Aluminium-Leitbleche werden mit wie im Verbund verlegt und nach einem exaktem Verlegeplan eingebaut.
Copyright: PYD-Thermosysteme, Bischofswiesen

Temperieren mit den PYD-Thermosystemen
Herzstück aller PYD-Thermosysteme ist das patentierte Thermoleitblechs aus Aluminium mit Pyramidenprägung. Damit vergrößert sich die Oberflächenstruktur der Heiz- oder Kühlfläche um mehr als 30 %, woraus eine schnelle Aufheizung oder Flächenkühlung resultiert. Zudem ist im Kühlungsmodus die zeitnahe Abführung von Wärmelasten aus den Innenräumen gewährleistet. Hinzu kommt, dass eine aufwendige Lüftungstechnik für die Wärmeableitung bei der MST Schnaittenbach nicht nötig war.
Doch auch im Heizfall zeigen die Systeme eine große Wirtschaftlichkeit: Durch die großflächige Wärmeübertragung lässt sich die Raumtemperatur – ohne Komforteinbußen – um ca. drei Grad absenken. Um eine angenehme Temperatur in den Büros zu erzielen, reicht im Winter in der Regel eine Oberflächentemperatur der Bodens von 24°C aus. Daraus resultieren niedrige Heizkosten in der Wintersaison, die in der Oberpfalz durchaus früh beginnen und lange dauern kann.

Heizen und Kühlen – eine sinnvolle Kombination
Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage wurde festgelegt, dass die 1.700 m2 PYD-Systeme nur zur Heizung und nicht zur Kühlung genutzt werden sollten. PYD-Außendienstmitarbeiter Hans-Günter Merkel: „Schon damals war die Kühl-Option in der Planung und Ausführung vorgesehen. Der Bauherr ging davon aus, dass das Kühlen über den Fußboden nicht nötig wäre, denn das Gebäude verfügt über große und stark verschattende Dachüberstände. Doch nach den ersten warmen Sommern kamen wir 2016 erneut zusammen und ergänzten um die Kühlung. Es war war ja alles dafür vorbereitet – vom ersten Betriebstag an. Die Umsetzung ging dann sehr schnell und Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Stief äußerst reibungslos.“

Mehrere Raumsensoren für optimalen Komfort
Eine Besonderheit der Regelungstechnik im Verwaltungsgebäude ist, dass in jedem Raum mehrere Raumsensoren im Betrieb sind. Hans-Günter Merkel: „Die Messtechnik ermittelt einen Mittelwert aus mehreren Einzelmessungen, die an die Regelungstechnik gegeben werden. Damit lässt sich dann jeder Raum separat steuern – was spürbar den Komfort erhöht. Vorteile hat dies sowohl in den Sommer- wie Wintermonaten, denn die Räume können individuell im Gebäude zoniert und angepasst werden. Den Mitarbeitern gefällt eine solche Lösung, denn das persönliche Komfortempfinden wird hierbei berücksichtigt. Das ist wichtig für ein Unternehmen.“

Bestmögliche Unterstützung durch PYD
Hans-Günter Merkel leistete umfassende Unterstützung für das Planungsbüro Stief. Denn die Leistungen von PYD gehen weit über die Konfektionierung und Lieferung ihrer Systeme hinaus. Dazu zählt beispielsweise die Bereitstellung von Auslegungsdaten und die schnelle Reaktion auf notwendige Planungsänderungen. Sind kurzfristig Korrekturen durchzuführen, können Planer und Verarbeiter stets auf die Unterstützung ihrer versierten Ansprechpartner bei PYD zurückgreifen. Rudi Stief: „Wir konnten uns verlassen, auf den Kollegen vor Ort und das Team in Bischofswiesen. Wir arbeiten gern mit PYD. Vor allem bei Projekten, in denen die Kombination aus Heizen und Kühlen wichtig ist – eine Anforderung die immer stärker kommt – können die Systeme punkten. Wenn man dann noch die langen Wege bei der MST sieht, im Vor- und Rücklauf kommen da über 100 Meter Leitungslänge zusammen, ist es umso wichtiger, ein effizientes System zu haben. Da leistet sich PYD ebenfalls keine Schwächen.“

die Heiz- und Kühlfläche ist um 30 % gegenüber konventionellen Flächenheizsystemen vergrößert

Nach dem Einbau des PYD-Systems ist kein Unterschied zu einem herkömmlichen System zu erkennen. Aber die inneren Werte überzeugen: die Heiz- und Kühlfläche ist um
30 % gegenüber konventionellen Flächenheizsystemen vergrößert, was die Effizienz deutlich verbessert.
Copyright: PYD-Thermosysteme, Bischofswiesen

Fazit:
Einen kühlen Kopf zu bewahren ist in der bewegten und stressigen Reedereibranche nicht einfach. Umso wichtiger ist es, dass der Arbeitsplatz nicht nur komfortabel eingerichtet, sondern auch angenehm temperiert ist. Durch die gute Zusammenarbeit von Architekt, Bauherr, Fachplaner und Heizsystemhersteller PYD konnte die Anlage in Schnaittenbach mühelos für den Kühlfall nachgerüstet werden. Die hohe Effizienz und die optimalen Kühlleistungen der PYD-Thermosysteme machen dies möglich. Hinzu kommen die niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen, die eine hochwirtschaftliche Lösung mit PYD erlauben.

Über PYD-Thermosysteme
PYD bietet Flächenheizungen und Flächenkühlsysteme mit hohen Wirkungsgraden und vielfältigen Einsatzbereichen. Herzstück aller PYD-Thermosysteme ist das patentierte Thermoleitblech aus Aluminium mit Pyramidenprägung. Durch dessen spezifische Oberflächenstruktur vergrößert sich die Heiz- oder Kühlfläche um mehr als 30 %. Eingebettete Rohrführungsrillen umschließen das Heiz- oder Kühlrohr fast vollständig und gewährleisten einen optimalen Wärmeübergang auf das Blech und von dort über Estrich oder Wand in den Raum. PYD unterstützt die TGA- und HKL-Planer darüber hinaus mit umfassenden Planungsleistungen und individueller Montageunterstützung. Neben Systemen für den Einbau im Estrich und in Wänden sind auch Produkte für Trockenstriche und für den Außenbereich erhältlich.
Weitere Infos: www.pyd.de

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