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BVF Rechner zum überschlägigen hydraulischen Abgleich bestehender Fußbodenheizungskreise:

Eine wichtige Voraussetzung für die einwandfreie Funktion und den energieeffizienten Betrieb einer Flächenheizung ist eine abgestimmte Hydraulik. Die bereits intensiv genutzte BVF Broschüre aus dem Jahr 2013 beschreibt die Vorgehensweise zum überschlägigen hydraulischen Abgleich bestehender Fußbodenheizungskreise und gibt Rechenhinweise.

So einfach wie möglich:

Der neu erschienene BVF Rechner setzt diese Rechenformeln leicht und verständlich in einer Ms-Excel Tabelle um. Der BVF Rechner steht kostenfrei zum Download bereit und ermöglicht die Eingabe der gebäudespezifischen Werte sowie im Endergebnis die Berechnung der Wassermengen je Heizkreis sowie die Gesamtwassermenge und die Förderhöhe. Die Ergebnisse lassen sich speichern oder Ausdrucken. Bitte beachten Sie, dass die heruntergeladene Datei nicht den vollen Funktionsumfang abbildet.

Eine kurze Anleitung finden Sie unterhalb des Rechners.

Der BVF möchte mit diesem Rechner den hydraulischen Abgleich im Gebäudebestand weiter fördern und dadurch den Nutzern einer Flächenheizung den kostenoptimalen Betrieb sowie höchstmöglichen thermischen Komfort ermöglichen. Durch die  Effizienzgewinne von bis zu 10% wird dadurch auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Der Rechner ist bewusst einfach aufgebaut, berücksichtigt dabei aber die Empfehlungen der maßgeblichen Verbände VdZ e.V. sowie BVF e.V.. Die Beantragung der BAFA Förderung von 30% der Nettoinvestitionskosten für den hydraulischen Abgleich ist mit den ermittelten Daten schnell gemacht, denn diese dienen als Nachweis des hydraulischen Abgleichs.

Detailliertere Berechnungsprogramme für den hydraulischen Abgleich sind z.B. bei den Herstellern von Flächenheizungen sowie den Softwareherstellern wie z.B. ETU Software GmbH oder Solar Computer GmbH erhältlich.

Bedienungshinweise zum BVF-Rechner „Hydraulischer Abgleich“

Der BVF Rechner „Hydraulischer Abgleich“ ist eine Arbeitsmappe unter MS-Excel. Nach dem Öffnen der Arbeitsmappe können Sie zwei Tabellenblätter mit dem Namen „Einstell-Protokoll“ und „Pumpen-Förderhöhe“ erkennen. Klicken Sie zunächst auf das Blattregister „Einstell-Protokoll“. Es erscheint folgende Eingabe-Tabelle:

Screenshot von Tabellenblatt „Einstell-Protokoll“

In den rosarot unterlegten Zellen der Spalten A,B und D können Sie Daten manuell eingeben. In den violett unterlegten Zellen der Spalten C und E haben Sie nach Anklicken der entsprechenden Zelle die Möglichkeit, aus einer Auswahlliste die vorgeschlagenen Werte anzuwählen. Die Zellen in den Spalten F, G, H, I und J zeigen Ihnen automatisch die Berechnungsergebnisse an.

Beispiel: Beginnen Sie in der Zelle A5 mit der Eingabe des gewünschten Raumes (z.B. „Wohnen“). Geben Sie in der Zelle B5 die Heizkreisnummer ein (z.B. „1“). Wählen Sie in Zelle C5 aus, ob es sich um ein Bad handelt oder nicht. In der Spalte D5 geben Sie die Fläche des Heizkreises Nr. 1 ein.

Hinweis: Ein Raum kann auch mehrere Heizkreise enthalten. Dies können Sie in der Regel an der Beschriftung des Heizkreisverteilers erkennen. Hat z.B. der Raum Wohnen 3 Heizkreise, so geben Sie in unserem Beispiel im Excel-Tabellenblatt in den Zellen A6 und A7 die Raumbezeichnung  „Wohnen“ und in den Zellen B6 und B7 die Heizkreis-Nr. „2“ und „3“ ein. Sofern Ihnen die Flächen der Heizkreise bekannt sind, tragen Sie diese in den entsprechenden Zellen der Spalte D ein. Ist Ihnen nur die Gesamtfläche des Raumes bekannt, so teilen Sie die Gesamtfläche durch die Anzahl der Heizkreise.

Wählen Sie nun aus den Auswahllisten in den Zellen der Spalte E den Energetischen Gebäudebestand aus.

Tragen Sie nun in der gezeigten Art und Weise alle Räume und Heizkreise Ihres Projekts in das Tabellenblatt ein. Die berechneten Ergebnisse sehen Sie unmittelbar in den jeweiligen Zellen der Spalten F – J. Nach dem Sie nun die Daten für alle Räume eingegeben haben, klicken Sie auf das Blattregister „Pumpen-Förderhöhe“. Es erscheint folgende Eingabe-Tabelle:

Screenshot von Tabellenblatt „Pumpen-Förderhöhe“

In den Spalten C3, C4, C5 und C6 können Sie für die einzelnen Druckverluste die vorgeschlagenen Werte aus einer Auswahlliste übernehmen oder aber auch manuell überschreiben. Die Zellen D7, D13, D14, D15 und D16 können manuell frei eingegeben werden. Die Berechnungsergebnisse zur Bemessung der Umwälzpumpe sehen Sie unmittelbar in den Zellen C9, C10 und C11 bzw. D9, D10 und D11

Der Ausdruck der Blattregister „Einstell-Protokoll“ und „Pumpen-Förderhöhe“ erfolgt wie in Excel üblich, durch markieren der gewünschten Zellen und Festlegung dieses Bereichs als Druckbereich.

Formulare Bestätigung hydraulischer Abgleich (für Fachhandwerker und Sachverständige)

Bereitgestellt vom VDZ

Die VdZ erstellt in Zusammenarbeit mit der KfW-Bankengruppe und dem BAFA die Nachweisformulare zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs im Rahmen verschiedener Förderprogramme. Die Formulare sind nur vom Handwerker auszufüllen. Sie müssen bei Beantragung einer KfW-oder BAFA-Förderung nicht eingereicht werden, sondern sollten vom Antragstellenden lediglich aufbewahrt werden. So kann dieser bei Bedarf jederzeit nachweisen, dass der hydraulische Abgleich durchgeführt wurde.

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