Presseinformationen

 

Der Abdruck der Pressetexte ist honorarfrei.

Der BVF ist als Quelle zu nennen. Textänderungen sind abzustimmen. Informieren Sie uns bitte über den erfolgten Abdruck, z. B. durch Zusendung eines Belegexemplars, bzw. durch eine Nachricht. Für  weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Flächenheizungen weiter im Aufwind

Marktanteil in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut

Hagen, 06.08.2010. Flächenheizungen liegen im Trend. Im Bereich des Neubaus von Ein- und Zweifamilienhäusern haben Flächenheizungen einen Marktanteil von 50 Prozent erreicht. Diese Entwicklung wird eindrucksvoll durch die aktuellen Marktzahlen des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) dokumentiert. Trotz stagnierender Baufertigstellungen hat die Flächenheizung dazu gewonnen.  Die hohe thermische Behaglichkeit und die architektonischen und energetischen Systemvorteile überzeugen zunehmend den Bauherrn.

 Über die aktuelle Marktentwicklung hinsichtlich Komponenten- und Systemabsatz  informiert die vom BVF geschaffene Absatzstatistik. Sie wurde in  1997 durch den Verband initiiert und wird in der vorliegenden Form seit 2002 geführt. Der BVF repräsentiert durch seine Mitglieder zirka 80 % des Marktes.

Die Statistik liefert ein aktuelles Marktbild und dient der Orientierung der beteiligten System- und Komponentenanbieter. Der Verband versteht sich als Bindeglied zwischen Systemherstellern, Fachplanern, Architekten und Handwerkern bis hin zum Bauherren.

Die kontinuierliche Marktbearbeitung des BVF seit nunmehr fast 40 Jahren hat dazu geführt, dass die Flächenheizung in der Bundesrepublik Deutschland den geschilderten hohen Marktanteil erreicht hat. Die immer wieder durch entsprechende Kampagnen des BVF kommunizierten Nutzenargumente der Flächenheizung und Flächenkühlung überzeugen zunehmend die Entscheider. Bei der Bearbeitung der Zielgruppen stehen die sachliche und produktneutrale Informationspolitik zu allen Themen der baukörperintegrierten Flächenheizung und Flächenkühlung im Vordergrund. Im Bereich der Technik hat der BVF in den letzten vier Jahrzehnten ein sehr umfangreiches Regelwerk zu ausgesuchten Themen aus dem Bereich der Flächenheizung/Flächenkühlung erarbeitet, zu welchem es keine Alternative gibt. Die im BVF organisierten Mitgliedsfirmen haben im Verband eine Plattform zum konstruktiven Dialog mit den  Marktteilnehmern und allen, an der  normgerechten Erstellung der Flächenheizung und Flächenkühlung beteiligten Gewerke und Verbände. Die große Bedeutung die die Flächenheizung in Deutschland erreicht hat ist im Wesentlichen der kontinuierlichen Arbeit  des BVF und der in ihr organisierten Unternehmen zu verdanken.

BVF - Absatzstatistik 2002 bis 2009

 

Nachträglicher Einbau von Einzelraumregelsystemen bei Fußbodenheizungen schonen Umwelt und Geldbeutel

 Hagen, 04.05.2010. Sie bieten ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit, schonen die Umwelt und sorgen für ein behagliches Raumklima: Flächenheizungen sind heute beliebter denn je. Allein zwischen 1989 und 2003 haben sich rund 2 Millionen Haus- bzw. Wohnungseigentümer für eine Warmwasser-Fußbodenheizung entschieden. Allerdings verfügt die Hälfte dieser Heizungsanlagen nicht über eine raumweise Temperaturregelung, wie sie in der Heizungsanlagenverordnung von 1994 gefordert ist. Bei diesen Anlagen bestehen durch die Nachrüstung von Einzelraumregelsystemen erhebliche Heizkosteneinsparpotenziale, wie eine jüngst durchgeführte wissenschaftliche Untersuchung eindrucksvoll belegt. In Verbindung mit der KfW-Sonderförderung 431 amortisiert sich die Nachrüstung bereits nach weniger als vier Jahren.

 Im Auftrag des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) wurden an der Technischen Universität Dresden  die energetischen Einsparpotentiale von Einzelraumregelungen für Flächenheizungen ermittelt. Ziel der Untersuchungen war dabei die Charakterisierung der Einsparpotentiale mit Einzelraumregelverfahren im Vergleich zu Systemen, die raumseitig nicht geregelt sind. Die Untersuchungen wurden dabei an einem typischen Einfamilienhaus (Wärmeschutzverordnung von 1977) vorgenommen. 

Die Ergebnisse belegen, dass örtliche Einzelraumregelungssysteme, die im direkten Bezug zur Raumtemperatur stehen, deutliche energetische Vorteile gegenüber nicht kontinuierlich geregelten Systemen besitzen. Im intermittierenden, d.h. zeitweilig aussetzenden Betrieb, konnten im Rahmen dieser Studie energetische Vorteile von bis zu 11,6 Prozent nachgewiesen werden. Für den durchgängigen Betrieb lagen die Einsparungen eines Einzelraumregelungssystems sogar bei bis zu 21,0 Prozent.  

Die Einsparung von Heizenergie kommt nicht nur der Umwelt zugute. Auch finanziell lohnt sich die Nachrüstung von Einzelraumregelsystemen. Die einfachste und mit geringstem Aufwand zu realisierende Art der Nachrüstung ist der Einsatz einer funkgesteuerten Einzelraumregelung. Diese Lösung ist unkompliziert einzubauen, weil sie keine Leitungsverbindungen zwischen den Raumtemperaturreglern und den Empfänger-Einheiten am Heizkreisverteilerschrank erfordert.

Die durchschnittlichen Kosten für die Nachrüstung belaufen sich für das Beispielgebäude auf 1.900 Euro (Material- und Lohnkosten). Daran beteiligt sich der Staat im Rahmen der KfW-Sonderförderung 431 mit einem Zuschuss von 25 %. Ausgehend von einem Heizenergiepreis von 6,47 Cent pro Kilowattstunde beträgt die jährliche Ersparnis 464 Euro pro Jahr im Vergleich zu einer Fußbodenheizung ohne raumweise Temperaturregelung. Die Nachrüstung ist sehr wirtschaftlich, wie die ermittelten, kurzen Amortisationszeiträume von 3,5 bis 9,7 Jahren belegen.

Fachbeitrag zum Thema aus TGA-Fachplaner 5-2010

 

Komplettsysteme oder Einzelkomponenten 

„No-Name Einzelkomponenten“ eine preiswerte Alternative zu kompletten Fußbodenheizungssystemen?

 Hagen, 1. März 2010. Beim Einsatz von Produkten in der Haustechnik kommt es vor allem auf deren Sicherheit und Langlebigkeit an. Die beste Voraussetzung hierfür bieten nicht etwa einzelne Komponenten verschiedener Hersteller, sondern exakt aufeinander abgestimmte Komplettsysteme. Bei der Installation einer Fußbodenheizung hat man die Wahl zwischen dem Kauf eines Komplettsystems, das ein Höchstmaß an Sicherheit bietet und dem Zusammenstellen eines eigenen Gewerkes aus Bauteilen verschiedener Hersteller auf der Baustelle.

 Die Integration auf der Baustelle bietet auf den ersten Blick scheinbar den Vorteil der Kostenersparnis, meist kommt es dabei jedoch sehr bald zu Problemen hinsichtlich der Kompatibilität zwischen den einzelnen Komponenten.

Diese können sich auf die Sicherheit und Langlebigkeit des Systems auswirken, z.B. kann es bei wahlloser Kombination von Rohren und Rohrverbindern zu undichten Verbindungen kommen. Dies trifft auch auf die Anbindung an den Verteiler zu. Ebenso kommt es relativ häufig zu einer Fehleinschätzung hinsichtlich der Auswahl der geeigneten Dämmung unterschiedlicher Festigkeiten (Trittschallausführung) und Wärmeleitgruppen. Der problemfreie Betrieb  einer Fußbodenheizung erfordert  den Einsatz einer konsequent und akribisch abgestimmten Regelung (Stellantrieb, Anschlussleiste, Raumthermostat usw.).

 Daher empfiehlt sich der Einsatz von Komplettsystemen, da deren Definition im Zusammenhang mit möglichen Toleranzen geprüft und ihre Praxistauglichkeit somit gewährleistet ist.  

Wichtiger als der finanzielle Aspekt ist die Gewährleistung im Falle eines Schadens. Der Auftragnehmer hat für die Entstehung eines mangelfreien und zweckgerechten Werkes zu gewährleisten. Der Anlagenhersteller haftet somit für die sorgfältige Ausführung seiner Arbeiten nach den anerkannten Regeln der Technik.  

Jeder Systemanbieter hat ein elementares Interesse Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten, um damit seinem Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Diese Lösungen und die damit verbundene Systemkompetenz  werden in vielen Fällen über unabhängige und anerkannte Prüfinstitute (DIN CERTCO, RAL etc.) geprüft und überwacht. Weiter ist es so, dass der Fachhandwerker verwendet er eine Systemfremde Komponente erhebliche Probleme hat seinerseits irgendwelche Ansprüche gegenüber dem Systemgeber zu realisieren. Es handelt sich bei dieser „Vertragsschiene“ in aller Regel um einen „normalen Kaufvertrag“, bei dem ein Eingriff in das Komplettsystem faktisch bereits zum Erlöschen eventueller Gewährleistungsansprüche führen kann.

 Denn nur einwandfreie Produkte und deren Zulassungsprüfungen gewährleisten eine umfassende Haftungserklärung seitens des Systemanbieters, welche im Regelfall auch ein unterstützendes Verkaufsargument zum Endkunden darstellt.

Bei der Verwendung von Einzelkomponenten ist dies nicht realisierbar. Daher empfiehlt es sich immer auf ein hochwertiges und komplettes Fußbodenheizungssystem zurückzugreifen. Nur durch die Verwendung eines vollständigen, aus allen Komponenten bestehenden und abgestimmten Systems aus einer Hand, ist gewährleistet, dass tatsächlich nur ein Ansprechpartner erforderlich ist.

„Systemintegration“ auf der Baustelle durch den Handwerker zerstört diese Einheit und schafft bezüglich der eingesetzten Einzelprodukte eine verwirrende Vielzahl von Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Beim Angebot eines Komplettsystems und einer hiervon abweichenden Ausführung können für den Endkunden eventuell allein aufgrund dieser Abweichung bereits Ansprüche entstehen, selbst wenn die Anlage im Übrigen problemlos funktioniert (OLG Jena 1 U 897/04; OLG Köln 11 U 96/04; OLG Schleswig 7 U 23/99; OLG Celle 14 U 213/07).

 

 

Hagen, 20. Januar 2009. Unter Federführung des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) hat die verbändeübergreifende Arbeitsgruppe Gewerke-Koordination einen neuen Informationsdienst „Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen in bestehenden Gebäuden“ erarbeitet. Die 15 beteiligten Fachverbände beschreiben in der neuen Fachbroschüre die Planung, den Einbau und die Inbetriebnahme von raumflächenintegrierten Systemen der Heizung und Kühlung.

 Zunehmend werden Flächenheizungssysteme, wie z.B. Fußbodenheizungen, Wand- und Deckenheizungen oder kombinierte Systeme aus Flächenheizungen und Flächenkühlungen in Boden, Wand und Decke auch in bestehenden Gebäuden eingebaut. Die am Markt angebotene Systemvielfalt bietet Lösungen für die Sanierung, Modernisierung und Renovierung. Insgesamt werden hier vorläufig 11 Systemlösungen in Nass- und Trockenausführung für den nachträglichen Einbau detailliert beschrieben.

Die Fachinformation zeigt die zwischen den beteiligten Verbänden abgestimmten gewerkeübergreifenden Zusammenhänge auf und ergänzt die geltenden Normen und Technischen Regeln. Sie dient hauptsächlich der Abstimmung und Koordination bei der Herstellung von raumflächenintegrierten Heiz- und Kühlsystemen. Die enthaltenen Checklisten und Protokolle gestatten eine lückenlose Dokumentation der einzelnen Planungs- und Arbeitsschritte bis zur Übergabe mangelfreier Werke. Die Checklisten für die Herstellung von Flächenheizungs- und Flächenkühlungssystemen dokumentieren den Bauablauf und das Ineinandergreifen der beteiligten Gewerke. Sie sind eine Zusammenstellung von speziellen Anforderungen für die beschriebenen Systemlösungen und unterstützen Architekten, Fachplaner, Bauausführende und Überwachende. Sie tragen somit zur Sicherstellung eines optimalen Bauablaufs als auch eines hohen Qualitätsstandards bei. Die Beachtung der die Gewerke betreffenden Anforderungen ist durch Unterschrift zu bestätigen. Damit bildet die neue Fachinformation für alle Beteiligten einen praktischen Leitfaden für Planung, Ausführung und Inbetriebnahme  von nachträglich eingebauten raumflächenintegrierten Systemen der Flächenheizung und Flächenkühlung.

 Der neue Informationsdienst  kann hier als PDF kostenlos abgerufen werden.

 Die Druckversion kann für eine Schutzgebühr von nur 5,- Euro, zzgl. Versandkosten bei der BVF-Geschäftsstelle bestellt werden.