Bundesverband Flächenheizungen
und Flächenkühlungen e.V.

Wohlfühlwärme + Behaglichkeit = Flächenheizung

Informationen für Handwerker

BVF Siegel für Qualität und Sicherheit

Das neue Siegel des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) wird an Hersteller von Flächenheizungs- und -kühlungssystemen ebenso wie an Komponentenhersteller nach einen umfangreichen Prüf- und Zertifizierungsverfahren vergeben. Die Siegelträger garantieren, dass Produktqualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit zu den Prämissen ihrer Unternehmen zählen. Sie erfüllen allesamt eine vom BVF entwickelte Attributliste, die u. a. die Aspekte Innovation, Zertifizierung, Verwendungsempfehlungen sowie die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards umfasst. Das neue Label wird ausschließlich an Mitgliedsunternehmen des BVF vergeben. Auf diese Weise wird die Qualität der Systemtechnik gewährleistet. Damit schafft das BVF Siegel Vertrauen und Sicherheit bei allen Beteiligten - vom Fachhandwerker bis zum Endgebraucher.

Um eine einwandfrei funktionierende Flächenheizung/Kühlung zu erhalten ist eine detaillierte Planung erforderlich. Basis für die Flächenheizungsauslegung nach DIN EN 1264 ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Die Heizlastberechnung berücksichtigt die bauphysikalischen Vorgaben des gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweises. In Kombination mit der Gebäudehülle wird im Zuge der Erstellung des Energieausweises schon im Vorfeld auch die Anlagentechnik ausgewählt.

Wird beispielsweise eine Wärmepumpe installiert, sollte zur Erreichung einer energieeffizienten Anlage auch die geplante Auslegungsvorlauftemperatur festgehalten sein, da diese die Basis für die Heizflächenauslegung ist. Bei der raumweisen Auslegung der Flächenheizung werden z.B. der Verlegeabstand, durchlaufende Anbindeleitungen und deren Wärmeabgabe, Oberbodenbeläge und die erforderliche spezifische Wärmestromdichte definiert. Die Auslegung sollte auf Basis einer systemspezifischen Leistungskennlinie erfolgen. Diese wird vom Systemhersteller mittels wärmetechnischer Prüfungen gemäß DIN EN 1264 ermittelt und fließt in die Softwareberechnung ein. Wärmetechnisch geprüfte und zertifizierte Flächensysteme sind ein wesentlicher Bestandteil für eine zuverlässig funktionierende Anlagentechnik im Gebäude.

Die Berechnungsergebnisse enthalten wenigstens die Heizkreislängen, Druckverlust und Volumenstrom für den einzelnen Heizkreis, den Verlegeabstand sowie evtl. Volumeninhalt der Rohrleitungsanlage.

Die Ergebnisse werden i.d.R. tabellarisch dargestellt und erlauben dem Ausführenden die Dimensionierung von Ausdehnungsgefäß und Umwälzpumpe sowie den hydraulischen Abgleich der einzelnen Heizkreise und Verteiler zueinander. Für die praktische Ausführung sind diese Berechnungsergebnisse unverzichtbar.

Die tatsächliche Lage der Rohre wird den Gegebenheiten vor Ort angepasst, wobei der projektierte Verlegeabstand einzuhalten ist. Hierbei können grafische Verlegepläne als Hilfestellung für die Verlegung dienen. Diese sind nicht geeignet, um die exakte Rohrposition zu bestimmen, z.B. für Probeentnahmen zur Estrichfeuchtemessung. Geringfügige Abweichungen der tatsächlichen Heizkreislängen von den Berechnungsergebnissen sind unvermeidbar und können ggf. auf den Berechnungsunterlagen vermerkt werden, ohne dass eine Neuberechnung für den hydraulischen Abgleich erforderlich wird. Diese Berechnungsunterlagen (ggf. mit Anmerkungen) dienen auch der Bestandserfassung und können den Bestandsunterlagen beigefügt werden. Bei größeren Abweichungen ist die Notwendigkeit einer Neuberechnung durch den Fachplaner zu prüfen.

Kinder auf Fußbodenheizung

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